Montag, 15. September 2014

Über Motivation und Disziplin

In allen meinen Laufbeiträgen versuche ich immer wieder zu betonen, wieviel das Laufen mir gibt. Dass ich es liebe und es mir hilft, meinen Kopf freizukriegen. Ich gehe wirklich gerne Laufen und während dem Laufen sowie danach fühle ich mich immer einfach nur gut. Manchmal vollgepumpt mit Endorphinen, manchmal erschöpft, aber dieses gute Erschöpfte, dass einen zufrieden lächeln lässt. Manchmal auch irgendwie befreit nach einem langen Tag im Büro - das Laufen in der freien Natur erdet mich wieder.

Nichtsdestotrotz habe auch ich Tage, an denen ich keine Lust habe. Ich komme von der Arbeit nach hause und will am Liebsten einfach nichts mehr machen. Ich habe Hunger und möchte was essen und mich dann aufs Sofa kuscheln. Im letzten Sommer war ich ~2 Monate von Mitte Mai bis Mitte Juli jedes Wochenende unterwegs, zwischendrin immer nur 3-4 Tage wirklich zuhause. Das war einerseits schön und aufregend, aber andererseits auch ziemlich anstrengend. In dieser Zeit hatte ich die größten Motivationsprobleme. Ich war körperlich nicht 100% fit und ziemlich erschöpft. In dieser Zeit fand ich das Laufen nach Trainingsplan anstrengend. Ich habe gemerkt, dass ich das Laufen immer später in den Abend verschoben habe - sobald ich aus dem Büro zuhause war, habe ich mich erstmal ausgeruht, bei Instagram gesurft, mit Mr. F telefoniert und alles mögliche andere gemacht, um bloß nicht laufen zu gehen. meistens war es dann schon 20 Uhr oder später bis ich mich zum Laufen aufraffen, ja fast zwingen konnte. Zum Glück ist es im Sommer so lange hell!

Couch-Potating Deluxe! Wenn es auch so gemütlich ist ...

War ich erstmal losgelaufen, habe ich es wieder geliebt und es hat mir auch in der stressigen Zeit geholfen, wieder ruhiger zu werden. Trotzdem ging am nächsten Lauftag wieder das gleiche Spiel von vorne los: Das Laufen wurde nach hinten raus verschoben und ich hatte zuerst gar keine Lust.

Was ich mit diesem Blogpost sagen möchte? Dass nicht immer alles so rosig ist. Dass selbst der ambitionierteste Läufer faule Tage hat, an denen er sich zum Laufen zwingen muss. Dass es "ok" ist, wenn man mal keine Lust hat. Der innere Schweinehund ist uns wahrscheinlich allen bekannt. Zusätzlich beschränkt sich das nicht nur aufs Laufen - ich glaube jeder, der irgendeinen Sport (sei es leistungsorientiert oder nur "just for fun") macht, kennt das. Auch zu Yoga, Pilates, Fitness oder anderen Sportarten muss man sich manchmal "zwingen".

An diesen Tagen erfordert es Disziplin, dass man sich wirklich aufrafft und gegen den Wunsch faul zu sein ankämpft. Wenn man ernsthaft auf ein Ziel hin trainiert (sei es ein Wettkampf oder einfach nur der Wunsch etwas fitter zu werden) reicht die Motivation allein oft nicht aus. Eine gute intrinsische Motivation gepaart mit etwas Disziplin ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Man muss es wollen und auch Durchhaltevermögen beweisen - wenn man sein Ziel im Auge behält und es sich immer wieder ins Bewusstsein ruft, hilft das ungemein.

A*schbacken zusammenkneifen, Schuhe an und los!! ;)

Und am Ende bereut man nur die Trainingseinheiten, die man nicht gemacht hat. Ich habe noch nie jemanden gehört, der gesagt hat:"Oh man, ich bereue es, dass ich heute laufen war!" oder "Boah, das Training heute wäre ja echt nicht nötig gewesen! Wäre ich mal lieber faul auf der Couch geblieben.". Hinterher fühlt man sich meistens gut, auch wenn man vorher gar keine Lust hatte. Genau DAS versuche ich mir immer ins Gedächtnis zu rufen, wenn ich mal wieder einen faulen Durchhänger habe. Manchmal wenn ich wirklich gar keine Lust hatte, habe ich mir gesagt "Ach komm, dann läufst du heute nur 30 Minuten und ignorierst deinen Trainingsplan. Das ist besser als gar nichts!" - das mindert die Hemmschwelle und war ich dann erstmal losgelaufen, bin ich doch meistens die Zeit gelaufen, die im Trainingsplan stand. Denn schon während dem ersten Kilometer kam meist die Motivation zurück. Der Kopf wurde frei und das Laufen lief wie von alleine. Ein Schritt nach dem anderen.

Es ist "ok" mal keine Lust zu haben.
Es ist "ok", wenn man sich aufraffen muss, um was zu tun.
"Verloren" hat man nur, wenn man es nicht wenigstens probiert ;-)
Just do it! Man bereut es (fast) nie! :)

Donnerstag, 11. September 2014

24 heures à Paris!

Dieser Blogpost wird kaum/keinen wirklich weltbewegenden Inhalt enthalten; er soll einfach "schön" sein. Eine virtuelle Sightseeing-Tour vorbei an großen Pariser Sehenswürdigkeiten. Ich war diese Woche von Montag auf Dienstag für 24 Stunden beruflich in Paris. Dienstag habe ich den halben Tag in der Hotellobby verbracht und auf ein Expresspäckchen gewartet (es sollte bis spätestens 10:30 zugestellt werden, kam aber erst gegen 13:30 Uhr - talking about drama, baby!). Es war stressig und nervenaufreibend, aber eben auch schön.


Dienstagnachmittag bin ich dann in 1 1/2 Stunden quer durch die Stadt marschiert und habe ein bisschen das Pariser Flair genossen bevor ich zurück zum Flughafen musste. Ich möchte gerne ein paar Fotos teilen, weil ich so verliebt in sie bin. Paris ist wunderschön und es war nach 2007 mein zweiter Aufenthalt in dieser bezaubernden Stadt.


Gestartet bin ich gegen 16 Uhr am "Place de la Concorde" und habe mich mit einem Crêpes (mit echter, flüssiger Schokolade, nicht "nur" Nutella) gestärkt - das war grandios leckah!! Mein Motto: Wenn man in Paris ist, muss man mindestens einen Crêpes essen! ;) Von dort habe ich von der Brücke "Pont de la Concorde" Fotos vom Eifelturm gemacht - da die Sonne so grell war, sind sie leider nicht sooo toll geworden (Gegenlicht sucks!). Der Eiffelturm erinnert mich ja immer ein bisschen an den Berliner Funkturm ... oder der Funkturm an den Eiffelturm ;)

La Tour Eiffel // Jardin de Tuileries

Anschließend bin ich am "Quai des Tuileries" an der Seine entlang zum Louvre spaziert. Dort konnte ich einen Blick auf den Jardin de Tuileries und natürlich das Musée du Louvre mit der berühmten Glaspyramide werfen.


Der Louvre war übrigens ganz früher ein Königspalast und Teil des Pariser Stadtschlosses bevor er zu einem Museum wurde. 2007 war ich auch drin - ein Besuch lohnt sich und ist kostenfrei, wenn man noch unter 26 ist! Der Louvre ist auch definitv mein liebstes Fotomotiv gewesen.

Musée du Louvre

Vom Louvre bin ich weiter die Rue de Rivoli entlang, vorbei am Tour Saint Jacques bis zum Hôtel de Ville (kein Hotel, sondern das Rathaus). Eigentlich hätte ich danach schon direkt zum Flughafen gemusst, habe mich dann aber doch entschieden über die Pont d'Arcole zu flitzen und noch fix am Notre-Dame vorbei zu schauen.

Tour Saint Jacques
Hôtel de Ville

Ich hatte Angst es zu bereuen, wenn ich es nicht getan hätte ... es war dann zwar etwas eng mit zum Flughafen kommen, einchecken und zum Gate zu sprinten, aber es hat zum Glück noch alles geklappt und es hat sich definitiv gelohnt ;) Notre-Dame ist eine imposante und wunderschöne gotische Kathedrale!

Cathédrale Notre-Dame de Paris

Abschließend noch ein kleines Eiffelturmvideo von Montagabend. Ich bin erst spät am Montagnachmittag in Paris gelandet und hatte noch einen Termin, so dass am Montag auch nicht so viel Zeit war. Aber ich habe es mir nicht nehmen lassen spätabends noch an die 2 Stunden durch die Straßen zu stromern. Ich mag es total durch "fremde" Städte zu laufen (anstelle von nur Bus und/oder U-Bahn zu fahren) - man sieht so viel mehr und nimmt die Städte ganz anders wahr.


Mein Schul-Französisch ist mittlerweile ein bisschen eingerostet, aber je mehr ich gesagt habe und je weiter ich darüber nachgedacht habe, desto mehr Wörter sind mir wieder eingefallen. Ich hatte mir schon auf dem Hinflug überlegt, was ich sagen muss, um U-Bahntickets für den Abend zu kaufen (un billet pour chaque fois? Ou un billet pour tous le jour?). Ich wurde sogar von allen Franzosen verstanden ;) schade fand ich ein bisschen, dass viele Franzosen fast sofort ins Englische wechselten sobald sie merkten, dass mein Französisch nicht so sicher ist. Dabei wollte ich es doch üben! Und ich habe auch alles verstanden, manchmal mussten sie ihr Gesagtes nur noch mal etwas langsamer wiederholen (so kann man schon mal "Un Euro" mit "Onze Euro" verwechseln ... upsi!). Es hat mich aber sehr gefreut, dass ich doch so gut zurecht kam - hatte vor der Sprache nämlich am meisten Bammel!

Le Mitbringsel de Paris! Eau de Muff Muff pour moi!

Eines steht fest: das war nicht mein letztes Mal in Paris! Allerdings würde ich beim nächsten Mal gerne wieder in Begleitung reisen (2007 war ich mit meiner besten Freundin dort) - die Stadt der Liebe ist zu zweit nämlich nochmal doppelt so bezaubernd!

Paris, vous êtes très jolie!

Donnerstag, 4. September 2014

Alltagslook mit Lieblingsprodukten

In 5 1/2 Jahren Bloggen mit großem Beauty-Anteil habe ich noch nicht ein richtiges Tutorial geschminkt und fotografiert. Ich dachte immer, es wäre total schwierig das Augenlid immer in der gleichen oder einer ähnlichen Position abzulichten, damit man auch sieht, was da gerade geschieht. Dann habe ich für meine "Schminkgeschichte" ein Mini-Tutorial mit meiner Teenie-Schminktechnik fotografiert. Da das gar nicht so schwierig war wie gedacht, wollte ich das auch mal richtig angehen. Heute gibt es also mein erstes ernsthaftes Schmink-Tutorial mit meiner momentan liebsten Alltags-Schminktechnik. Die Produkte variieren manchmal, die Technik bleibt in letzter Zeit oft gleich.

Und so geht's:



STEP 1: Los geht's mit dem nackigen Lid, auf das ich die benecos Eyeshadow Base "prime fine"
dünn auftrage, bis hoch zur Braue eintupfe und antrocknen lasse.
STEP 2: In Schritt Nr. 2 wird die Basis des Looks aufgetragen, die bei mir aus
drei Lidschatten/Produkten besteht.

STEP 2 im Detail
1.) Unter die Braue gebe ich den matten alverde Mono Lidschatten in der Farbe "07 soft rose" - meistens
trage ich ihn schlicht mit dem Finger auf. Diese Schicht darf auch gerne etwas dicker und deckender
ausfallen. Sie verhindert bei mir, dass ich dort unter der Braue Mascara-Abdrücke bekommen,
wenn die Wimpern über den Tag dort gegen stoßen.
2.) Nun gebe ich aufs äußere begeliche Lid das Highlighting Powder von benecos
und verstreiche es nach innen. Dieses trage ich mit einem fluffigen Pinsel auf.
3.) In den Innenwinkel auf das bewegliche Lid kommt ein bisschen von dem gebackenen alverde
Lidschatten in "09 nude rose" - ein anderer rosa-metallischer Lidschatten würde es aber auch tun.
Nude rose wurde leider von alverde ausgelistet :(
4.) Alle drei Farben etwas miteinander verblenden. Das Highlighling Powder
ziehe ich bspw. gerne hoch bis unter die Braue.


STEP 3: Anschließend ziehe ich mit dem braunen benecos Kajal eine dicke Linie
am oberen und untere Wimpernkranz, ...
STEP 4: ... die in einem nächsten Schritt mit einem Wattestäbchen ordentlich
verschmiert und verblendet wird.


STEP 5: Für eine längere Haltbarkeit und um dieses rauchige Ergebnis für den Alltag etwas abzumildern, gebe ich eine dünne Schicht des benecos Highlighting Powders oben drüber. Das Puder fixiert den Kajal.
STEP 6: Abschließend trage ich mit den gleichen Kajal eine dünnere, präzisere Linie am oberen und unteren Wimpernkranz auf und tusche meine Wimpern.
~ F E R T I G ! ~



Diese Produkte habe ich benutzt ...
  • benecos Eyeshadow Base in "prime fine"
  • alverde Lidschatten Mono Matt in "07 soft rose"
  • alverde Gebackener Lidschatten in "09 nude rose"
  • benecos Highlighting Powder in "stardust"
  • benecos Natural Kajal in "brown"
  • p2 Beauty Insider Mascara in "020 darkest brown"


Besonders gerne trage ich diesen Look auch mit einem lavera Kajal und einem Lidschatten von der französischen Marke "Studio 78 Paris". Vielleicht schminke ich mit den beiden Produkten auch noch ein Tutorial. Ich finde es erstaunlich wie unterschiedlich das Ergebnis mit der gleichen Technik aussehen kann, wenn man andere Produkte nimmt. Untenstehend noch ein AMU mit dieser Technik vom letzten Wochenende - benutzt habe ich hauptsächlich einen losen Lidschatten in einem hellen Champagner-Ton von elysambre und den benecos Kajal in der Farbe "olive".


So easy und so effektiv für einen hübschen Look! :)

Montag, 1. September 2014

Wake me up when September ends ...

Im September werde ich ...

... weiter nach Trainingsplan trainieren.
... 3x ausnahmsweise im Außendienst unterwegs sein.
... einmal die Tochter vom Chef mitnehmen :)
... 24 Stunden Paris genießen.
... zur Beyond Beauty gehen - aufregend!
... beruflich auf der Bio Nord sein.
... 3 von 4 Wochenenden mit Mr. F verbringen :)
... 2 von 4 Wochenenden zuhause sein (guter Schnitt!).
... ganz vielleicht auch 2-3 Tage als Außendienst in Berlin sein.
... den offiziellen Herbstanfang am 23.09. genießen.
... hoffentlich ein Urlaubsziel mit Mr. F festlegen und Urlaub buchen :)
... noch einen Halbmarathon bestreiten - call me crazy!
... Mr. F's Eltern besuchen.
... den Kaffee auf eine Tasse pro Tag reduzieren.
... und Nasch-Fasten - määääh :-/

... und das war im August los:

Samstagsfreuden // "Date-Night" mit einem Sandkastenfreund in FFM // Suchtpotenzial

Morgenlauf #1 // Morgenlauf #2 // Abendlauf

Burger-Night mit Mr. F 

Pasta mit Steinchampignons & Tomatoes // Kaffeeunglück @ work // Langstreckenlaufen 21,0975 km?!

Ausflug-Annis OOTD für den Hundeplatz // Kleine Lady // mit Aperol Sprizz vorm Feuerchen

HM-Frühstück // kleiner Erfolg :) // Fanclub

Morgenlauf #3 // Außendienstfreuden = schöne Landschaften // "Erbstück" von Mr. F





Die Idee stammt von Frau Frische Brise!

Samstag, 30. August 2014

Halbmarathon Numero Duo!

Am letzten Wochenende war es so weit: ich bin meinen zweiten Halbmarathon gelaufen! Ich hatte das Gefühl, dass ich diesmal noch genauso aufgeregt war wie beim ersten Mal. Und ich dachte das wird besser! Ein sehr großer Vorteil war jedoch, dass ich 100%ig wusste, dass ich es schaffen kann. Ich hatte es immerhin schon einmal geschafft und das würde ich ja wohl wieder hinbekommen!? ;) Allerdings hatte ich diesmal ein Ziel und "nur" ankommen war mir eigentlich zu wenig. Ich wollte unter zwei Stunden bleiben. Da ich irgendwie schlecht einschätzen konnte, ob mein Training in diesem Jahr so viel gebracht hat, fühlte ich mich sehr unsicher. Ich fühlte mich irgendwie nicht fitter als im letzten Jahr - an manchen Tagen dachte ich sogar, ich wäre gar unfitter. Ich hatte Angst, dass ich nach den 2 Stunden strebe, am Ende aber sogar langsamer bin als im letzten Jahr. Das wäre natürlich nicht wirklich schlimm gewesen, aber doch ein bisschen enttäuschend.

Letztes Training vor dem HM:
~5 min Einlaufen
3 km HM-Renntempo (Lap 2)
~5 min Auslaufen

Sich selbst unter Druck setzen ist natürlich nicht so cool, aber so eine Aufregung lässt sich schlecht abstellen. Etwas geholfen hat mir, dass Sören (der vom lecker-schmecker easy-peasy gelingt-immer Brot) auch mitgelaufen ist. Sören machte zumindest äußerlich einen relaxten Eindruck und das hat etwas auf mich abgefärbt. Da wir ungefähr eine Geschwindigkeit laufen, sind wir auch zusammen gestartet sowie die erste Runde zusammen gelaufen. Der Halbmarathon ging quer durch Berlin-Steglitz, man ist insgesamt zwei Runden/Sterne gelaufen. Alternativ gab es auch Läufer, die nur eine Runde gelaufen sind und damit einen 10-km-Lauf gemacht haben.


Diesmal kann ich meinen Lauf leider nicht so schön in Phasen beschreiben wie beim letzten Mal. Ich hatte das Ziel konstanter eine Geschwindigkeit zu laufen und mittendrin nicht so doll einzuknicken wie beim letzten Mal. Ich dachte mir, wenn ich konstanter laufe, sollte das mit den 2 Stunden zu meistern sein. Die erste Runde hat Sören so ein bisschen unsere Zeit im Auge behalten und hin und wieder angemerkt, ob wir in der Zielzeit (weniger als 5:40 min pro km) liegen oder nicht. Zwischendrin waren meine Waden etwas hart, aber es war aushaltbar, gar nicht schlimm und ich bin einfach immer weiter gelaufen.

In der zweiten Runde bin ich mehr nach Gefühl gelaufen und habe zwischendrin immer mal meine Zeit kontrolliert. Dies sind Zeiten, die ich mir gemerkt habe:
  • 11 km bei ~01:01:00
  • 14 km bei ~01:18:30
  • 16 km bei ~01:30:00

Beruhigt hat mich, dass ich am Wochenende davor mit Mr. F laufen war und wir in 1:20 Std. 13 km gelaufen sind. Dieses Tempo hätte nicht für die 2 Stunden gereicht. Im Wettkampf war ich schon bei ca. 01:18:30 ganze 14 km weit gelaufen - ich war schneller!! Ich fing an, daran zu glaube, dass ich die 2 Stunden knacken könnte ... Zwischen Kilometer 10 und Kilometer 16 lief ich auch wie im Rausch - die minimal harten Waden waren wieder geschmeidig und es lief einfach gut und ich fühlte mich großartig.

Danach hatte ich noch mal ein kurzes Down, weil ich nicht richtig gerechnet habe. Bei Kilometer 17 dachte ich mir "YEY! Nur noch 3 Kilometer!" - irgendwie habe ich nur bis 20 gerechnet ... dann fiel mir wieder ein, dass es ja 21,0975 km sind und nicht nur 20. Also waren es noch über 4 km. Das hat mich ein bisschen runtergezogen - auch habe ich irgendwie das 18 km Schild verpasst und dann kam es mir noch unendlich lang vor. Ich habe mir daraufhin innerlich eingeredet "Du schaffst das!", "Pah, den einen Kilometer mehr schaffst du jetzt auch noch!", "Komm schon, bald bist du im Ziel, jetzt ist es doch nicht mehr weit! Du hast es schon bis hierher geschafft!", "Einfach weiterlaufen! Einen Schritt nach dem anderen!" und immer wieder "Du kannst das! Du schaffst das! Du kannst das! Du schaffst das!" in Dauerschleife. Dann sah ich von weitem das nächste Kilometerschild und kurz hatte ich Angst, dass das erst das 18 km Schild ist ... es war aber zum Glück schon das 19 km Schild und das hat mir total den Push gegeben, denn jetzt waren es ja nur noch 2 km :)

Unter 2 Stunden - YEY!! :))

Die letzten 4 Kilometer waren insgesamt ein Kampf. Meine Beine fingen an schwer zu werden und weh zu tun, aber zumindest habe ich mich mental nicht so runterziehen lassen und mir selbst eingeredet, dass ich es schaffe. Das war ein ganz anderes Gefühl als mein mentales Down beim ersten Halbmarathon. Ich wusste, dass ich es kann. 

When your legs get tired, run with your heart.

Letztendlich habe ich es natürlich ins Ziel geschafft und sogar mein persönliches Ziel erreicht - das hat sich unglaublich gut angefühlt! Ich bin im Schnitt mit 10,65 km/h gelaufen, was einer Zeit von durchschnittlich 5:38 min pro Kilometer entspricht - somit war ich ganze 5 Minuten schneller als bei meinem ersten Halbmarathon. Ich war hinterher wieder so voll mit Endorphinen, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu grinsen :)) allein dafür lohnt es sich, dieses Gefühl ist unbeschreiblich :) ich war stolz und einfach nur unendlich glücklich!

Zwischen Kilometer 5 und 6 (in der zweiten Runde zwischen 16 und 17) stand mein Cousin mit seiner Freundin. Sie haben mich lautstark angefeuert und hatten sogar "Fan Equipment" dabei - hihi! Ich habe mich riiiesig darüber gefreut :) es ist unglaublich wie dieses Anfeuern einem Kraft geben kann.


Mein tolles Trainer-Duo vom letzten Mal - Mr. F & @RJaeyy - waren diesmal leider nicht dabei :'( dafür war mein Papa mit von der Partie. Er hat während meines Laufs auf mein ganzes Gelump aufgepasst :) beim Start, als ich nach der ersten Runde vorbeikam und im Ziel hat er mich auch angefeuert ... und ich glaube, er war auch ein bisschen stolz auf sein Mädchen. Es war schön, dass er dabei war und ich meinen kleinen Erfolg mit ihm erleben und teilen durfte.

Ich bin übrigens mit Mr. F's Pulsuhr (Polar RS 200) gelaufen, damit ich mich auch wirklich auf die Pulswerte verlassen konnte (er lag fast ausschließlich über 170). Meine Pulsuhr ist da ja leider nicht so verlässlich und in letzter Zeit fiel sie öfter aus, als dass sie funktioniert hat :( es wird Zeit, dass ich mich nach einer Alternative umsehe!

Beim Zieleinlauf lief George Ezra mit "Budapest" - momentan eines meiner liebsten Lieder. Das war das Sahnestückchen zu meinem kleinen, persönlichen Erfolg. In vier Wochen folgt gleich noch ein kleinerer Halbmarathon! Ob man sich in insgesamt 5 Wochen noch mal verbessern kann? Ich hoffe natürlich, dass ich es wieder unter 2 Stunden schaffe :)

Ich bin gespannt & freu mich drauf!

Freitag, 22. August 2014

Aufgebraucht = Nachgekauft? #2

Ich hatte im letzten Dezember aufgrund einer Hormonumstellung Angst, dass sich meine Haut verschlechtern würde. Ich hatte Angst vor vermehrt Pickeln, Unreinheiten und Unterlagerungen. Weil ich weiß, dass meine Haut am reinsten ist, wenn ich mich abends gut abschminke, wollte ich vorsorgen und jeden Abend nach der Reinigung noch zusätzlich mit einem Wattepad und Gesichtswasser über mein Gesicht gehen. Was man da oft noch an Schmutz von dem eigentlich sauberen Gesicht abbekommt, ist unglaublich!

Mein Gesichtstonikum von Hauschka ist mir allerdings zu kostbar und auch zu teuer, um es auf Wattepads zu sprühen - also musste eine günstigere Alternative her! Zuerst hatte ich ein Gesichtswasser von alverde - allerdings hinterließ das ein klebriges Gefühl auf meiner Haut. Ich vermute, dass es von dem enthaltenen Glycerin kam. So suchte ich weiter UND es ist gar nicht so einfach ein günstiges Gesichtswasser ohne Glycerin zu finden. In der Drogerie schaute ich mir dann noch das von Weleda an. Mit ~10 €uro auch kein Schnäppchen, aber dennoch um einiges günstiger als das von Hauschka. Ich hatte etwas Angst vor dem Versuch, da ich 2010 mit ebendiesem Gesichtswasser schlechte Erfahrungen gemacht habe ... aber ich wagte dann doch einen neuen Versuch!

Und seitdem kaufe ich es regelmäßig nach!

Dank 20% Rabatt auf WELEDA-Produkte bei Rossmann gleich doppelt nachgekauft!

Weleda Belebendes Gesichtswasser - UVP 9,95 € / 100 ml

Das Gesichtswasser basiert auf den alten Weleda Wildrosen- und Iris-Gesichtswässern, die es mittlerweile nicht mehr gibt. Es wird für normale und Mischhaut empfohlen, kann aber wohl von allen Hauttypen verwendet werden. Es soll klärend, erfrischend und belebend wirken.

Verpackt ist das Gesichtswasser in einer blauen Glasflasche. Verschlossen wird es mit einem Schraubverschluss und es hat einen "Rauströpfchen"-Ausgießer wie beispielsweise Aromaöle. Es riecht frisch, ein bisschen zitronig und ein bisschen nach Hamamelis. Ich empfinde es als angenehm. Entgegen meiner Erfahrungen von 2010 vertrage ich es einwandfrei - nix brennt, nix ziept, nix rötet sich und es wirkt bei mir auch nicht austrocknend, meine Haut spannt nicht. Das Gesichtswasser ist vegan und mit Natrue zertifiziert.

Der enthaltene Alkohol hat einerseits einen stabilisierenden Einfluss auf das Produkt, wirkt andererseits aber auch desinfizierend. Er ist daher gut in Produkten für zu Unreinheiten neigender Haut. Er wirkt bei mir in diesem Produkt zum Glück auch nicht austrocknend. Der Auszug aus den Wildrosenblättern besitzt adstringierende Eigenschaften und wirkt porenverfeinernd. Das Hamamelidestillat wirkt ebenfalls mild adstringierend und hautstraffend. Es wird zur Verfeinerung des Hautbildes eingesetzt. Hamamelis wirkt zudem beruhigend und entzündungshemmend. Die Hamamelis heißt auf Deutsch übrigens Zaubernuss - klingt das nicht hübsch? Der enthaltene Zitronensaft wirkt auch adstringierend und tonisierend. Tonisieren bedeutet kräftigen/stärken.

INCI: Water (Aqua), Alcohol, Rosa Moschata Leaf Extract, Hamamelis Virginiana (Witch Hazel) Distillate, Citrus Medica Limonum (Lemon) Juice, Fragrance (Parfum)*, Limonene*, Linalool*, Geraniol*, Citral*
Inhaltsstoffe: Wasser, Alkohol, Auszug aus Wildrosenblättern, Destillat aus Hamamelis, Zitronensaft, Mischung natürlicher ätherischer Öle*
* = aus natürlichen ätherischen Ölen

Die Inhaltsstoffe sind überschaubar, das gefällt mir. Auch dass kein Glycerin enthalten ist, finde ich großartig. Tendentiell habe ich nichts gegen Glycerin - ich denke nicht, dass es schlecht ist oder so - aber ich mag das Hautgefühl einfach nicht. Ich empfinde Glycerin als klebrig und es gibt mir ein schwitziges Hautgefühl.

Der Super-GAU im Gesicht blieb zum Glück aus. Ob es nur an dem Gesichtswasser liegt, wage ich zu bezweifeln. Vielleicht ist meine Haut mit fast 30 einfach nicht mehr so Pickel-anfällig wie noch mit Anfang 20. Aber das Gesichtswasser ist auf jeden Fall ein angenehmes Reinigungsprodukt.

Ein weiterer Dauergast in meinem Bad!

Dienstag, 19. August 2014

Filo-Fox for WORK

Ich liebe meinen kleinen, neonpinken Filofax nach wie vor. Mr. F hat irgendwann angefangen ihn Filo-Fox zu nennen (ein ganz bisschen spöttig) und seitdem heißt er auch bei mir Filo-Fox (Filo mit i gesprochen und nicht "ei")... ich finde es klingt cooler als Feilofäääx :P und da viele ihrem Filofax sogar richtige Namen geben, heißt meiner jetzt einfach "Filo-Fox". Vor kurzem habe ich dann überlegt, ob ich mir nicht fürs Büro einen zweiten Filofax zulegen möchte. Arbeitskram wollte ich nämlich aus meinem "privaten" Organizer draußen lassen. Bisher hatte ich auf Arbeit zwei Ringbuchblöcke und 1.000 Post-Its mit schnellen Notizen - all das könnte man doch theoretisch in einem Filofax bündeln, dachte ich mir. Zudem könnten verschiedene Projekte mit Dividern eigene "Abteilungen" bekommen.

"Wann war das?"
"Ich müsste in meinem Filofax nachsehen."
"Tun Sie das!"

Ich schaute mich also immer mal wieder auf filofax.de um, aber auch amazon graste ich ab. Für die Arbeit sollte es ruhig die A5-Größe sein, da er (fast) ausschließlich auf meinem Schreibtisch bleiben soll und so die Portabilität eher eine untergeordnete Rolle spielt. Auch wollte ich gerne wieder einen "The Original", weil mir die Form nach wie vor am besten gefällt. Bei der Farbe war ich unschlüssig bis ich auf amazon durch Zufall dieses Baby für ~76,- €uro entdeckte. Schnäppchen-Alarm! Denn normalerweise kostet die A5-Version neu 99,- €uro. Es wurde also der "The Original Patent" Filofax in "Purple" - Patent bedeutet, dass das Leder eine Art glänzendes "Lack"-Finish hat. Es lohnt sich übrigens immer mal bei amazon zu schauen, ich habe da noch so einige andere Schnäppchen gesehen.


Als er bei mir ankam, entdeckte ich, dass der Kalender wahrscheinlich schon mal verkauft und wieder zurückgeschickt wurde - die Umverpackung hatte außen einen Riss und das "Today"-Zeichen war falschrum im Kalender eingeheftet ... da der Filofax selbst jedoch makellos war/ist, war mir das egal und ich freute mich einfach nur noch darüber 23,- €uro gespart zu haben. Ein Vorteil ist auch, dass dieser Kalender noch mit allen Inhalten wie mein kleiner Personal geliefert wurde, denn mittlerweile wurde die Grundausstattung leider gekürzt.

Das war in meinem A5-Filofax enthalten:
  • transparentes Trennblatt
  • größeres, transparentes Trennblatt*
  • Kalender 2015: 1 Woche auf 2 Seiten
  • Lineal/Lesezeichen
  • 6er Nummernregister
  • Notizpapier
  • Jot Pad (= Notizblock)*
  • Adresseinlagen*
  • TO DO - Einlagen*
  • Klarsichthülle (oben offen)*

Nur die fett gedruckten Dinge sind jetzt immer noch im Original Filofax enthalten, wenn man ihn neu kauft. Die mit einem Stern * markierten Sachen werden leider nicht mehr mitgeliefert. Zumindest stehen sie nicht mehr auf der deutschen filofax.de Webseite beim Inhalt. Ich habe mir zusätzlich eine andere Kalenderoption gekauft: 1 Woche auf einer Seite und zwischen zwei Seiten habe ich immer ein buntes Notizblatt geheftet, damit ich zu jeder Woche auch Platz für Notizen, To Dos oder ähnliches habe. Des Weiteren habe ich mir gleich 3 Visitenkartenhüllen gekauft, da man im beruflichen Umfeld ja immer noch jede Menge Visitenkarten bekommt. Pro Hülle ist Platz für 8 Karten und meine sind schon voll ... werde wohl bald aufstocken müssen!


Verglichen mit meinem neonpinken Filofax in der Personal-Größe, ist der in A5 doch ganz schön größ. A5 bedeutet nämlich nicht, dass der ganze Kalender so groß wie ein A5-Block ist, sondern dass die Blätter, die eingeheftet werden, A5-Größe haben. Der Kalender außenrum ist daher um einiges größer. Für unterwegs und für die Handtasche etwas unhandlich, aber stationär verwendet sehr angenehm, da man viel Platz zum Schreiben hat. Die Taschen vorne und hinten innen sowie die Gummibänder für Stifte etc. sind in der Personal- und in der A5-Größe jedoch identisch. Die Schließlasche ist beim A5 mit 11 cm länger als bei der Personal-Größe, wo sie nur 9,5 cm lang ist. Was mir bei dem Original-Modell sehr gut gefällt, ist, dass er geöffnet flach auf dem Tisch liegt. Bei Reviews zu anderen Filofax Modellen ist mir aufgefallen, dass viele das nicht tun. Besonders für meine Büro-Filo ist das praktisch, da er so immer offen und flach neben meiner Tastatur auf dem Schreibtisch liegen kann.


Hier noch mal der Größenvergleich in Zahlen:


Meine liebsten Stifte für den Filofax sind übrigens die Schneider Slider mit "Viscoglide Technology" - YEAH! :D Sie sind wie farbige Kugelschreiber, mit denen es sich aber sehr gut schreiben lässt. Wenn man normal mit ihnen schreibt, drücken sie selbst auf dem dünnen Original Filofax-Papier nicht durch. Wenn man doppelt über ein Wort geht oder etwas malt, drücken sie minimal durch, aber nur so wenig, dass es mich persönlich nicht stört. Fineliner (z. B. die ganz bekannten von Schwan Stabilo) gehen für mich z. B. gar nicht, weil sie selbst beim normalen Schreiben auf dem Filofax-Papier für mein Empfinden zu doll durchdrücken. Auf dem Bild sieht man die dünneren Schneider Slider Edge und die dickeren Schneider Slider Memo mit Kappe - letztere gefallen mir noch einen Ticken besser, da sie schöner in der Hand liegen beim Schreiben. Sie sind aber auch etwas teurer - die Memos kosten bei uns vor Ort 2,19 € und die Edge nur 0,99 €.


Jetzt ist mein Filofax-Herz (vorerst) glücklich. Einzig der aqua-farbene Malden in der Personal Größe würde mich noch reizen - leider ist er ausgelistet und so gut wie nicht mehr zu bekommen (oder nur zu lächerlich hohen Preisen). Ich hoffe, ich komme auch im Büro gut mit dem Filofax zurecht und nutze ihn genauso gerne wie meinen kleinen, privaten Filo-Fox. Denn den schleppe ich immer noch überall hin mit. Die neon-pinke Farbe macht mich auch nach wie vor fröhlich und ich bereue die Wahl nicht!

Ein Hype, dem ich gerne erlegen bin :)
Filo-Fox ftw!






Quelle vom Buch-Auszug: Almstädt, Eva (2014): Ostseesühne, Taschenbuch, Bastei-Lübbe, Köln, S. 298.