Mittwoch, 16. März 2016

Käsekuchen trifft auf Schokokuchen ...

... oder auch: Russischer Zupfkuchen à la Anni!

Diesen Kuchen habe ich letzte Woche Freitag für Mr. F gebacken. Mir schwirrte das schon länger im Kopf rum, da er Käsekuchen und Schokokuchen liebt - da dachte ich mir, dass Russischer Zupfkuchen als Mischung der perfekte Kuchen für ihn sein müsste. Er fand ihn auch ganz lecker :) und das erfreut natürlich das Bäckerinnenherz! ♥ Ich war erstaunt, wie einfach der Kuchen war. Ich dachte immer Russicher Zupfkuchen und Käsekuchen wären "schwieriger" gut hinzubekommen. Das Zusammenmischen ging auch recht fix und hat nur ca. 30 min. gedauert.

Da heute mein 7. BLOGGEBURTSTAG ansteht (woop woop!), macht sich ein (Geburtstags-)Kuchenrezept auch ganz gut als Blogpost. Ich habe aktuell wieder einen kleinen Blogdurchhänger. Ich will unbedingt bloggen, aber ich bin ein bisschen ideenlos. Ich war Anfang des Jahres total motiviert und habe jetzt das Gefühl, alle meine ersten Blogpostideen schon verbloggt zu haben. Aber ich gebe nicht auf - TSCHAKKA! Ich glaube, ich möchte mir wieder ein paar "Blogserien" ausdenken, so dass Themen für regelmäßige Blogposts schon mal vorgegeben sind. Auf die nächsten 7 Jahre "Annis Schatzkiste"! Bedient euch am Kuchen! ;-)


Man nehme für eine kleine ~16,5 cm Springform ...
  • 165 g Dinkelmehl Typ 630
  • 3 TL Weinstein Backpulver
  • 3 EL Backkakao
  • 150 g Alsan Bio Margarine (zimmerwarm)
  • 175 g Rohrohr-Zucker
  • 2 Eier
  • 250 g Magerquark
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 20 g Puddingpulver Vanille (1/2 Päckchen)
  • 1 Vanilleschote

Man zaubert ...

Das Mehl mit dem Backpulver und dem Backkakao vermischen. Anschließend mit 100 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1/2 Ei und 100 g Margarine mit dem Knethaken des Handrührgeräts zu einem glatten Teig verkneten. Das dauert ein bisschen, funktioniert aber ganz gut. Anschließend den Teig (wenn man Zeit hat) für 30 Minuten in den Kühlschrank geben. Er lässt sich kalt ein bisschen einfacher weiterverarbeiten. Wenn man es eilig hat, kann man aber auch sofort weitermachen.

Den Boden der Springform mit Backpapier auskleiden. Den Teig halbieren und mit der Hälfte des Teiges den Boden der Springform bedecken. Dabei darauf achten, dass er ungefähr überall gleich dick ist. Den Restteig wiederrum halbieren und die eine Hälfte zu einer Rolle formen und damit den Rand der Springform auskleiden. Das geht abschnittsweise ganz gut mit mehreren, kleineren Rollen. Das letzte Viertel des Teiges erstmal aufsparen.

Jetzt den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen (160°C bei Umluft). Für die "Käsekuchenfüllung" die restliche Margarine schmelzen und mit dem Quark, dem Puddingpulver, dem Mark einer Vanilleschote, 1 Päckchen Vanillezucker, 75 g Zucker und 1,5 Eiern fluffig aufschlagen*. Die Füllung in die Springform geben und glatt streichen. Wenn der Rand höher ist als die Füllung, ist das ok! Die Füllung geht noch auf und hoch und am Ende ist es dann ungefähr auf einer Höhe :)

Den restlichen dunklen Bodenteig in kleine Stücke zupfen und auf die Käsekuchenfüllung geben. Den Russischen Zupfkuchen nun für 50-60 Minuten backen. Eventuell nach der Hälfte der Backzeit mit etwas Alufolie abdecken, damit er oben nicht verbrennt.


Für eine "normal-große" 28 cm Springform das Rezept einfach verdoppeln! :)

Bon Appétit!
 




* beim nächsten Mal probiere ich, das Eigelb mit dem Zucker schaumig aufzuschlagen und dann mit der Quarkmasse zu verrühren bevor ich das Eiweiß seperat steif schlage und am Ende unterhebe. Wenn man eine große Springform mit dem doppelten Rezept macht (mit 3 ganzen Eiern für die Füllung), funktioniert das sicher noch besser. Das habe ich anschließend in einem anderen Rezept gelesen und kann ich mir sehr gut vorstellen, um die Käsekuchenfüllung fluffiger zu bekommen. Ich mixe meine Rezepte immer aus diversen anderen Rezepten selbst zusammen und kombiniere die Dinge, die mir am besten gefallen :) diesen Tipp habe ich leider zu spät gesehen!

Sonntag, 6. März 2016

Filofaxing ein bisschen anders: Wie ich plane ...

Ich hatte es vor einer ganzen Weile schon angekündigt, dass ich einen Blogpost darüber machen möchte, wie ich so plane. Ich schaue total gerne Planervideos auf Youtube und mein Planen unterscheidet sich doch ein bisschen von dem, wie es die meisten dort tun. Denn ich plane nicht von Woche zu Woche, sondern etwas langfristiger. Mittlerweile dekoriere ich sogar! Das konnte ich mir ja zu Beginn meiner "Filofax-Karriere" gar nicht vorstellen. Aber wenn man Planer-Deko-Videos schaut, bekommt man irgendwann doch auch Lust mitzumachen. Dafür ist aber ein bisschen das passiert, was ich eigentlich nicht wollte: Es ist mir manchmal ein bisschen unangenehm, den Planer in der Öffentlichkeit rauszuholen ;-) aber es macht einfach zu viel Spaß, um es doch wieder sein zu lassen (zumindest fürs Erste).

Ich plane recht langfristig, weil ich beruflich übers Jahr verteilt auf einigen Messen bin, weil öfter mal Einladungen ins Haus flattern und weil Mr. F und ich nicht zusammen wohnen und wir unsere Wochenenden aufeinander abstimmen. Zudem fahre ich hier und da auch öfters nach hause nach Berlin. Das ganz Langfristige plane ich in den "1 Monat auf 2 Seiten"-Einlagen von Filofax. Das Papier ist etwas dicker als normales Filofax-Papier und am Rand gibt es Monatsregister.


Dort habe ich meine Mr. F Wochenenden mit transparenten, neongelben Haftnotizen markiert - einfach um einen Überblick zu haben, welches "unsere" Wochenenden in den nächsten 4 Monaten sind. Rückt das Wochenende näher, nehme ich die Haftnotiz raus und versetze sie auf einen Monat in der Zukunft. Manchmal ändert sich auch noch was, daher funktioniert das so ganz gut. Die neonorangenen Punkte markieren Geburtstage und der Buchstabe ist immer der Anfangsbuchstabe von dem Geburtstagskind. So habe ich die immer im Blick. Ansonsten stehen auch noch andere Termine, die schon feststehen in der Monatsübersicht. Über den Monat hinweg, markiere ich dort auch Kopfschmerzen oder andere Beschwerden. Hier wird nicht dekoriert, weil es einfach funktionieren soll - am Ende des Monats sieht es trotzdem meist sehr bunt aus, weil ich hier farbkodiere.

Meine Woche dekoriere ich hingegen sehr gerne. Allerdings immer gleich mehrere Wochen auf einmal, da ich auch bei den Wochen gerne in die Zukunft plane und ich Termine dann auch fix eintragen kann. Außerdem habe ich nicht jede Woche Zeit oder Muße zu dekorieren. Da nehme ich mir lieber einmal richtig Zeit und dekoriere 4-6 Wochen auf einmal. So hat man auch länger was von der Deko und ich freue mich auf die Wochen, die da kommen werden.


Zu allererst starte ich aber mit etwas ganz praktischem: den Müllkalender eintragen! Das ist wichtig, weil vor allem die gelben Säcke und der Papiermüll nur 1x im Monat bei uns abgeholt werden. Wenn man das verpasst, ist es immer ein bisschen blöd. Weil ich allerdings zu faul bin, jede Woche reinzuschreiben welcher Müll gerade dran ist, mache ich das mit Farbpunkten: schwarz für Restmüll, grün für Biomüll, gelb für den gelben Sack und blau für die Papiertonne. Der pinke Punkt markiert ein monatliches, frauliches Ereignis ;-)

Danach geht es dann mit der Deko los. Ich suche mir für jede Woche Eine Art "Thema" raus, damit es nicht zu bunt gemischt ist. Auch brauche ich noch Platz zum Schreiben. Wenn die Wochen zu voll dekoriert sind, traue ich mich nicht mehr richtig zu schreiben oder finde keinen Platz. Auch wenn es zu künstlerisch ist oder zu schön aussieht, hemmt mich das irgendwie. Die Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass meine Wochen tendentiell mittwochs und donnerstags leerer sind, so dass ich dort oftmals mehr dekoriere als an den anderen Tagen.


KW 10 - Galaxy Week
Diese Woche hatte ich bereits undekoriert im Filo. Deswegen standen dort schon Termine drin. Das passiert manchmal und dann dekoriere ich um die Termine herum. Das Galaxy Tape ist ganz berühmt unter den Filofaxern. Mir gefiel es auch immer recht gut, aber eigentlich wollte ich nie Washi Tape online bestellen. Ich hatte Angst, dass es wie die Büchse der Pandora ist: fängt man einmal an, bestellt man immer mehr! Irgendwann bin ich dann doch weich geworden und habe es bei TapeTheCat auf DaWanda bestellt. Dazu habe Sticker von Aurora's Heart benutzt


KW 11 - Blaubeeren
Das Blaubeer- und das Ranken-Washi sind die nächsten ganz besonderen Tapes, die fast jeder "richtige" Filofaxer haben muss. Während ich das Blaubeer-Washi irgendwann bei cremebrulee_blue auf DaWanda entdeckte, konnte ich das Ranken-Washi (bisher) noch nicht finden. Als Alternative dienen mir Ranken-Sticker von DaWanda. Die anderen Tapes sind von IKEA, masté und Depot. Bevor ich das Blaubeer-Washi entdeckt hatte, habe ich mir als Alternative die Blaubeer-Sticker von Aurora's Heart bestellt. Sie passen ganz wundervoll dazu.



KW 12 - Frühlingserwachen & Ostern
Diese Deko ist wieder von wundervollen Aurora's Heart Stickern inspiriert. Ich fand, dass die Farben wundervoll zu der Osterwoche gepasst haben. Das Blumentape habe ich zusammen mit dem Blaubeer-Tape bestellt und wieder sieht man die hübschen Ranken-Sticker. Die anderen beiden Washis sind von mt.


KW 13 - Have some CAKE!
YEY, in KW 13 ist die Fastenzeit vorbei! Passend dazu habe ich einen Kuchen und eine Kaffeekanne aus einem Aimez Le Style Tape ausgeschnitten und es mit einem frühlingsfrischen, breiten "Skylight" Tape (ebenfalls von Aimez Le Style) kombiniert. Das lila Tape mit den Punkten ist von Depot und die Aimez Le Style Washis sind wieder von cremebrulee_blue.

Nach der Deko trage ich noch meine bereits feststehenden Termine in die Wochen ein. Mich stört es nicht, wenn sich was verschiebt. Wichtige oder besondere Termine schreibe ich gerne auf bunte Haftnotizen, damit sie einem sofort ins Auge springen und die kann man zur Not auch noch mal umsetzen. Komplett fertig sehen meine kommenden 4 Wochen jetzt so aus:


Am Ende des Monats zeige ich euch gerne, wie meine Wochen aussehen, wenn sie vorbei sind. Tendentiell kommen noch Termine hinzu und an Tagen, an denen nicht viel ansteht, schreibe ich gerne noch rein, was ich so gemacht habe. So ist der Kalender nicht nur ein Terminbuch, sondern fungiert auch ein bisschen wie eine Art "Tagebuch", das Erinnerungen festhält. Aktuell gefällt mir die Blaubeerwoche am besten - das kann sich aber noch ändern. Meistens gefallen mir am Ende die Wochen am besten, die am vollsten geschrieben sind. :)

Ich freue mich auf die nächsten 4 Wochen & Ostern!

Mittwoch, 2. März 2016

Man kann nie genug Tassen haben - DIY Part II

Da mein Beitrag zum Tassen bemalen ziemlich häufig aufgerufen wird, soll es heute eine Art Teil 2 geben. Denn ich habe seitdem noch ein paar mehr Tassen bemalt - für meinen Bruder und seine Freundin, für eine schwangere Kollegin zum Abschied, für eine andere Kollegin zum Geburtstag, für zwei meiner ehemaligen WG-Mitbewohner zu ihrer gemeinsamen Hochzeit, für einem guten Freund zu Weihnachten und gerade aktuell für meinen Cousin und seine Freundin zur Geburt ihrer bezaubernden Tochter. Vielleicht dient es ja dem einen oder anderen als Inspiration! :) Demnächst kommen ja wieder ein paar Gelegenheiten, wo man sowas verschenken könnte: Ostern, Muttertag, Vatertag & die "Hochzeitssaison" steht auch bald wieder vor der Tür ...


Hier noch mal schnell zusammengefasst, wie es funktioniert:
  • weiße Tasse kaufen & vor dem bemalen abwaschen, damit sie fettfrei & sauber ist
  • Motiv wählen
  • Die Stifte zum Bemalen vor dem (ersten) Benutzen gut schütteln und ggf. "anpumpen"
  • Die Tasse mit dem ausgewählten Motiv bemalen (solange es noch nicht getrocknet ist, kann man noch gut Korrekturen vornehmen)
  • Das Motiv mindestens 4 Stunden trocknen lassen - ich bemale die Tassen meistens an einem Abend und lasse sie dann 24 Std. trocknen bevor ich sie am darauffolgenden Abend brenne.
  • Zum Brennen die Tassen in den kalten Backofen stellen und die Temperatur auf 160°C Ober- & Unterhitze einstellen. Ab dem Moment, wenn der Backofen voll vorgeheizt ist, die Tassen noch 90 Minuten backen.
  • Anschließend den Backofen ausstellen und die Tassen im Backofen auskühlen lassen (das mache ich wieder einfach über Nacht).
  • TAADAAA - fertig sind die Tassen!

Ich verwende die "Porzellanmaler" der Marke Folia. Ein 5er-Set mit den Farben schwarz, rot, blau, grün & gelb gibt es bei amazon schon recht günstig. Dort findet man aber auch noch viele weitere Marken und Farben. Es gibt auch von Edding Porzellanmalstifte und es gibt auch welche in gold & silber. Wenn man andere Stifte als die Porzellanmaler von Folia hat, sollte man immer auch die Anwendungshinweise der Marke lesen und nicht blind auf meine Anleitung vertrauen. Ich glaube aber, dass das selbstverständlich ist ;-)

  Für meinen Bruder & seine Liebste // für einen guten Freund


Zu den Hochzeitstassen gibt es übrigens viele, sehr ähnliche Versionen. Leider weiß ich nicht genau, wer der eigentliche Urheber des Designs war. Ich habe mich von Frau Elch auf ihrem Blog milarella inspirieren lassen, wobei ich auch eine Änderung eingearbeitet habe. Mein Kussmund und Schnauzbart sind auf der gegenüberliegenden Seite der Schrift - das gefällt mir persönlich besser und so ist die Rückseite der Tasse auch nicht leer.
 

Wir haben mittlerweile das mit dem Geschirrspüler ausprobiert. Bei der Anleitung zu meinen Stiften steht, dass die Motive nach dem Brennen spülmaschinenfest sind. Die Tassen oder besser das Motiv überlebt den Geschirrspüler schon mal. Wenn man sie allerdings immer im Geschirrspüler wäscht, leidet das Gemalte darunter und fängt an abzuplatzen. Ich empfehle daher, sie doch besser von Hand abzuwaschen. Dafür gibt es auf den neueren, von mir bemalten Tassen auch ein Symbol.

Die Einzige, die noch keine Tasse bekommen hat, bin ich selbst. Vielleicht kommt das aber demnächst :) die "All I need is coffee & mascara"-Tasse gefällt mir nämlich sehr gut und vielleicht hätte ich auch gerne eine Planner-/Filofax-Nerd Tasse, wobei ich da noch am Design feilen müsste :) und eigentlich habe ich auch genug Tassen, aber wie der Titel schon sagt: (uneigentlich) kann man nie genug Tassen haben ;)

Prost, Kaffee! :)