Schon mehrfach musste ich in meinem Studium feststellen, dass man die besten Noten schreibt, wenn man einfach stumpf die Skripte der Professoren und Professorinnen auswendig lernt - und zwar Seite für Seite (manchmal bis zu 400 Seiten Skript pro Vorlesung), Tabelle für Tabelle und Schaubild für Schaubild ...
In meinem ersten Mastersemester hatte ich ein Seminar das "Marketing & IT" hieß. Es ging mehr oder weniger um Marketing über digitale Kanäle wie das Handy oder das Internet. Es ging um (Viral) Marketing über Blogs und Foren. Werbe-Kommunikation über neuartige Medien wie Twitter und Facebook. Ich fand den Kurs unheimlich spannend und konnte viele Sachen durch meinen Blog, meine Affinität zum www und persönliche Erfahrungen in sozialen Netzwerken nachempfinden. Für die Klausur habe ich recht viel gelernt und auch nachgelesen, jedoch nicht rein das Skript auswendig gelernt - dann kamen Fragen wie "Nennen Sie X und Y", "Skizzieren Sie dieses und jenes Schaubild" ... Es wurde stumpf das abgefragt, was auf den Folien stand. Von dem abgefragten Schaubild ist mir nur die Hälfte eingefallen, ich habe eine 4,0 geschrieben.
Ist das der Sinn eines Studiums? Auswendig lernen? Ich hatte da schon mehrere Diskussionen drüber - der Konsens war bisher, dass man ein Buch aufschlagen kann, wenn man die 5 Faktoren nach XYZ wissen will. Viel wichtiger ist die Anwendung, was macht man damit, wozu ist es gut, wie hilft es einem im zukünftigen Job weiter?
Studientechnisch gesehen bin ich mittlerweile in meinem 10. Hochschulsemester - also, fast 5 Jahre, aber was ich hinterher in meinem Job von 8-17 Uhr machen werde, weiss ich nicht. Was macht man den ganzen Tag auf der Arbeit? Klar habe ich schon Praktika gemacht und dort auch den ganzen Tag gearbeitet - die 5 Faktoren von XYZ habe ich dort nicht gebraucht und auch sonst nicht viel von dem was ich in der Uni bisher gelernt habe. Am wichtigsten waren dabei noch mein Wirtschaftsenglisch und sämtliche Funktionen in Word, Power Point und Excel. Beides habe ich in meinem allerersten Unisemester gelernt - was ich danach gelernt habe verschwimmt.
Wie komme ich darauf?
Ich bin momentan wieder dabei ein fast 400-Seiten-Skript auswendig zu lernen und habe heute zwei interessante "Briefe" gelesen. Eine ehemalige Schülerin beschwert sich bei ihrem ehemaligen motivierten Lehrer, dass er sie nicht richtig auf die Uni vorbereitet hätte. Er wollte die Schüler zum Nachdenken und vor allem zum eigenständigen Denken anregen. Im Studium wird jedoch nur Nachplappern gefordert. Da ist viel Wahres dran und ich konnte mich zum Teil darin wiederfinden - wen es interessiert und diesen Dialog auch lesen möchte, kann dies hier tun:
In meinem ersten Mastersemester hatte ich ein Seminar das "Marketing & IT" hieß. Es ging mehr oder weniger um Marketing über digitale Kanäle wie das Handy oder das Internet. Es ging um (Viral) Marketing über Blogs und Foren. Werbe-Kommunikation über neuartige Medien wie Twitter und Facebook. Ich fand den Kurs unheimlich spannend und konnte viele Sachen durch meinen Blog, meine Affinität zum www und persönliche Erfahrungen in sozialen Netzwerken nachempfinden. Für die Klausur habe ich recht viel gelernt und auch nachgelesen, jedoch nicht rein das Skript auswendig gelernt - dann kamen Fragen wie "Nennen Sie X und Y", "Skizzieren Sie dieses und jenes Schaubild" ... Es wurde stumpf das abgefragt, was auf den Folien stand. Von dem abgefragten Schaubild ist mir nur die Hälfte eingefallen, ich habe eine 4,0 geschrieben.
Ist das der Sinn eines Studiums? Auswendig lernen? Ich hatte da schon mehrere Diskussionen drüber - der Konsens war bisher, dass man ein Buch aufschlagen kann, wenn man die 5 Faktoren nach XYZ wissen will. Viel wichtiger ist die Anwendung, was macht man damit, wozu ist es gut, wie hilft es einem im zukünftigen Job weiter?
Studientechnisch gesehen bin ich mittlerweile in meinem 10. Hochschulsemester - also, fast 5 Jahre, aber was ich hinterher in meinem Job von 8-17 Uhr machen werde, weiss ich nicht. Was macht man den ganzen Tag auf der Arbeit? Klar habe ich schon Praktika gemacht und dort auch den ganzen Tag gearbeitet - die 5 Faktoren von XYZ habe ich dort nicht gebraucht und auch sonst nicht viel von dem was ich in der Uni bisher gelernt habe. Am wichtigsten waren dabei noch mein Wirtschaftsenglisch und sämtliche Funktionen in Word, Power Point und Excel. Beides habe ich in meinem allerersten Unisemester gelernt - was ich danach gelernt habe verschwimmt.
Wie komme ich darauf?
Ich bin momentan wieder dabei ein fast 400-Seiten-Skript auswendig zu lernen und habe heute zwei interessante "Briefe" gelesen. Eine ehemalige Schülerin beschwert sich bei ihrem ehemaligen motivierten Lehrer, dass er sie nicht richtig auf die Uni vorbereitet hätte. Er wollte die Schüler zum Nachdenken und vor allem zum eigenständigen Denken anregen. Im Studium wird jedoch nur Nachplappern gefordert. Da ist viel Wahres dran und ich konnte mich zum Teil darin wiederfinden - wen es interessiert und diesen Dialog auch lesen möchte, kann dies hier tun:



















