Montag, 18. Juni 2012

Naturnahe Kosmetik, Naturkosmetik und Bio-Kosmetik - what's the Difference?!

Vor einer ganzen, ganzen Weile wurde ich gefragt, ob ich mal etwas zu Naturkosmetiksiegeln schreiben könnte. Da ich mich im Rahmen meiner Master Thesis intensiver damit beschäftigt habe, gibt es jetzt eine kleine Reihe dazu: heute etwas allgemeines, dann etwas zum BDIH-Standard, danach NATRUE und im Anschluss noch einige andere Siegel (z. B. ECOCERT und COSMOS). Abschließend vielleicht auch noch eine zusammenfassende Übersicht mit den "key facts" eines jeden Siegels - mal sehen :)

Naturkosmetik ist kein vom Gesetzgeber geschützter Begriff und es ist per Gesetz nicht genau definiert, was genau unter Naturkosmetik verstanden wird, welche Inhaltsstoffe erlaubt sind und welche verboten sind. Dennoch darf sich nicht einfach jede Kosmetik Naturkosmetik nennen. Das haben die Kosmetikhersteller in Zusammenarbeit mit Verbraucherverbänden sowie dem Bundesministerium für Gesundheit festgelegt. "Echte" Naturkosmetik unterscheidet sich von konventioneller Kosmetik durch die Wahl der Inhaltsstoffe. Bereits 1992/93 wurde eine erste Vereinbarung getroffen, die festgelegt hat, dass Naturkosmetik ausschließlich aus pflanzlichen, tierischen und mineralischen Naturstoffen bestehen darf und dass nur bestimmte Konservierungsstoffe eingesetzt werden dürfen. Bindend war diese Vereinbarung zwar nicht, aber sie bildet heute noch die Basis für andere Naturkosmetiksiegel wie den BDIH- oder NATRUE-Standard. In diesen Standards ist festgelegt, was in zertifizierter Naturkosmetik enthalten sein darf.

Naturnahe Kosmetik wird häufig von konventionellen Kosmetikherstellern entwickelt. Sie stellen konventionelle Kosmetik mit einem Anteil natürlicher Rohstoffe her und vermarkten sie als Naturkosmetik. Da sie das Wort "Naturkosmetik" jedoch nicht benutzen dürfen, verwenden sie Zusätze wie „die Pflanzen-Kosmetik“ (Yves Rocher), „von der Natur inspiriert“ (The Body Shop), „von Natur aus wirksam“ (Aok) oder „Pure & Natural“ (Nivea). Neben den verwendeten natürlichen Inhaltsstoffen, sind in diesen Produkten häufig auch noch eine Reihe an chemischen Konservierungsstoffen, Silikone und auch Bestandteile auf Mineralölbasis enthalten. Sie sind also nicht so natürlich wie es auf den ersten Blick scheint.

Kritisch wird es bei traditionellen "echten" Naturkosmetikherstellern. Nach dem NATRUE-Standard muss beispielsweise nur 75% der Marke zertifiziert sein, um das Siegel für die Produkte zu erhalten. Daher kommt erschwerend hinzu, dass selbst bei "echten" Naturkosmetikherstellern bis zu 25% nicht-zertifizierte Produkte im Sortiment sein können. Dennoch darf sich ein Produkt nur Naturkosmetik nennen, wenn es nach den Kriterien eine Naturkosmetiksiegels hergestellt wurde - selbst wenn es nicht mit einem solchen zertifiziert ist. Silikone, Inhaltsstoffe auf Mineralölbasis oder schädliche Konservierungsstoffe sind in dieser unzertifizierten Naturkosmetik also ebenfalls nicht enthalten.

Quellen: eigene Fotos, Natrue 2012a.

Auf dem Bild hat jeweils das linke Produkt (Zitronenblüte-Aprikose-Spülung) keine Naturkosmetikzertifizierung, während das Produkt auf der rechten Seite (Vanilleblüte Mandarine Körperbutter) mit Natrue zertifiziert ist. Beide Produkte besitzen zwar das Label der Vegan Society, aber das sagt lediglich aus, dass bei der Herstellung keine tierischen Inhaltsstoffe verwendet wurden und kein Tier zu Schaden kam. Bei alverde kommt hier noch hinzu, dass auf dem unzertifizierten Produkt dafür geworben wird, dass sie "Deutschlands meistverkaufte, zertifizierte Naturkosmetikmarke" sind - als Zertifizierungsformen werden BDIH, NATRUE und ECOCERT genannt. Dass das entsprechende Produkt keines der Siegel besitzt, wird nicht erwähnt. Dennoch ist alverde nicht die einzige Marke, die nicht-zertifizierte Produkte im Sortiment hat. Die Haarpflege von lavera ist beispielsweise auch nicht zertifiziert, ebenso die Shampoos von Alterra.

Bio-Kosmetik ist hingegen eine besonders strenge Form von zertifizierter Naturkosmetik. Aber auch hier gibt es Unterschiede von Siegel zu Siegel. Nach dem NATRUE-Standard darf Bio-Kosmetik bspw. nur aus natürlichen Rohstoffen bestehen, die zusätzlich zu 95% aus biologischem Anbau oder Wildsammlungen stammen. Nach dem BDIH-Standard müssen für Bio-Kosmetik bestimmte Rohstoffe ausschließlich aus zertifiziert biologischem Ausgangsmaterial verwendet werden. Mit dem BDIH-Standard zertifizierte Produkte sind häufig gleichzeitig Bio-Produkte oder besitzen zumindest einen hohen Anteil an Bio-Inhaltsstoffen. Möchte ein Hersteller sein BDIH-zertifiziertes Produkt zusätzlich als Bio-Kosmetik ausweisen, muss der Bio-Anteil der verwendeten Inhaltsstoffe „im Verhältnis zu allen in Bioqualität verwendbaren Bestandteilen des Erzeugnisses mindestens 95%“ betragen. Zusätzlich muss aus der Liste der Inhaltsstoffe eindeutig erkennbar sein, welche Rohstoffe aus biologischem Anbau stammen und welche nicht. Das französischen Label ECOCERT sieht das nicht ganz so eng. Bei einer ECOCERT-Zertifizierung darf sich Naturkosmetik bereits „natural and organic cosmetic“ nennen, wenn zwar mindestens 95 % der Inhaltsstoffe natürlichem Ursprungs sind, aber davon dem Gewicht nach nur mindestens 10 % aus biologischem Anbau stammen.

Bei diesem ganzen Wirrwarr ist es nicht verwunderlich, wenn man nicht immer gleich den Überblick hat. Mein Tipp daher: im Zweifel nur Naturkosmetik mit Siegel kaufen, wenn man auf Naturkosmetik Wert legt. Diese sind i. d. R. auf den Produkten, zumindest aber auf der Umverpackung abgedruckt. Ich persönlich bevorzuge Produkte mit BDIH- oder NATRUE-Siegel, bei ECOCERT denke ich mir "besser als gar nichts" ;)



Quellen:

Beiersdorf AG (2012): Nivea. Gesichtspflege Pure & Natural, unter: http://www.nivea.de/Produkte/gesichtspflege/pure-and-natural [25.05.2012].

Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und kosmetische Mittel e.V. (BDIH) (2012): Bioauslobung, unter: http://www.ionc.info/index.php?id=15&L=0 [26.04.2012].

ECOCERT Group (Hrsg.) (2012): Natural and Organic Cosmetics, unter: http://www.ecocert.com/en/natural-and-organic-cosmetics [19.04.2012].

Henkel AG & Co. KGaA (2012b): Aok – von Natur aus wirksam, unter: http://www.aok-kosmetik.de/ueber-aok/ [25.05.2012].

Kasemir, M. (2009): Category Management für Naturkosmetik. Vermarktungspotenziale für den deutschen Markt, Hamburg.


NATRUE – The International Natural and Organic Cosmetics Association A.I.S.B.L. (Hrsg.) (2012a): Downloads. Das NATRUE-Logo, unter: http://www.natrue.org/de/meta/downloads/ [19.04.2012].


NATRUE – The International Natural and Organic Cosmetics Association A.I.S.B.L. (Hrsg.) (2012b): Unser Label. 3 Zertifizierungsstufen, unter: http://www.natrue.org/de/unser-label/3-zertifizierungsstufen/ [19.04.2012].

Throl, Christine (2011): Test Pseudonaturkosmetik. Kein Grünes Licht, in: Öko Test, o. Jg., H. 8, S. 42‑49.


Vegan Society (Hrsg.) (2012): Trademark Standards, unter: http://www.vegansociety.com/businesses/trademark/standards.aspx [24.04.2012].


Yves Rocher GmbH (2012): Yves Rocher – die Pflanzenkosmetik, unter: http://www.yves-rocher.de/control/dynpage/~struct=ARTICLE/~page=PFLANZENKOSMETIK [25.05.2012].

Sonntag, 17. Juni 2012

I like Sundaes ... KW 24 ~ 2012

So, nachdem ich die letzten ~2 Wochen nach meiner Abgabe so gut wie gar keine Lust auf Computer und dergleichen hatte, bessert sich das langsam wieder. Nachdem ich in der ersten Woche fast nonstop gelesen habe, habe ich zumindest in der letzten Woche auch schon wieder ausgiebig gesurft :) es kann nur besser werden!

1. Einen Tag zuhause gewesen.
2. Arbeiten gegangen und wieder zu Mr. F gefahren.
3. Von Mr. F aus zu einem Vorstellungsgespräch gefahren.

4. Nach FFM gefahren und im Senckenberg Museum Dinos angeguckt - Biomechanik mal anders!
5. Mit meinem liebsten Reeschen getroffen <3
6. Mal wieder eine ausgiebige Pizzastein-Pizza-Session eingelegt *nomnomnom*
7. Sonntag mit Freunden gegrillt und anschließend das Deutschlandspiel geschaut!

Sonntag, 10. Juni 2012

I like Sundaes ... KW 23 ~ 2012

Ein verspäteter Wochenrückblick meiner Master-Thesis-Abgabe-Woche: 04. - 10. Juni 2012 :)

1. Letzte Mal in unserer Keller-Bib gewesen.
2. Last-Minute-Panik blieb erstaunlicherweise aus.
3. Thesis zum Drucken gebracht, arbeiten gegangen, Thesis abgeholt, abgegeben, wieder arbeiten gegangen. Durchgeatmet.


4. Zu Mr. F gefahren.
5. Sushi essen gegangen und ein bisschen gefeiert.
6. GNTM-Finale mit Kommilitoninnen von Mr. F geschaut und am Tag darauf den EM-Start zusammen mit Mr. F auf der Couch begangen ...
7a. Lese-Sucht befriedigt: 3 Bücher in 4 Tagen!
7b. Langsam sickert die Erkenntnis durch: Mein Studium ist zu Ende!

Regen Ootd mit meinen Hunters // Shopping Outfit
"Guck mal, Lüppenstüfte!" // Ootd zum Sushi essen

Dienstag, 29. Mai 2012

Die Rosencreme Verschwörung!

Wie war das? Sendepause bis zum 06.06.? Ich habe etwas so unglaubliches erfahren, dass ich darüber berichten muss! Ich bin ja eine große Freundin der Rosencreme leicht von Dr. Hauschka und auch die normale Rosencreme habe ich im Winter als Zusatzpflege für meine trockeneren Hautpartien lieb gewonnen.

Nun ja, nun habe ich erfahren, dass Hauschka bei beiden Cremes in den letzte Jahren munter die Rezeptur verändert hat. Bei der normalen Rosencreme konnte ich 4 (!) verschiedene Rezepturen in den letzten 2 Jahren feststellen. Bei der Rosencreme leicht nur 2! An sich machen das Firmen ja häufiger ... bei alverde ärgere ich mich regelmäßig, wenn wieder einmal der "neue Rezeptur"-Aufkleber auf einem meiner Lieblingsprodukte zu finden ist, aber alverde macht es wenigstens nicht heimlich.


So und nun zu den Inhaltsstoffen - was mir aufgefallen ist, habe ich fett gedruckt ...
Rosencreme leicht INCI von meinem Blog vom 13.05.2011:
Wasser, Sesamöl, Alkohol, Auszug aus Eibischwurzel, Rosenwasser, Auszüge aus Rosenblüten und Wundklee, Aprikosenkernöl, Mandelöl, Fettalkohole, Bentonit, Auszug aus Avocadoöl, Bienenwachs, Weizenkeimöl, Lecithin, Auszug aus Hagebutte, Ätherische Öle, Rosenwachs, Xanthan.

Rosencreme leicht INCI Hauschka Homepage vom 28.05.2012:
Wasser, Sesamöl, Alkohol, Auszug aus Eibischwurzel, Rosenwasser, Auszüge aus Rosenblüten und Wundklee, Aprikosenkernöl, Mandelöl, Fettalkohole, Bentonit, Bienenwachs, Sonnenblumenöl, Avocadoöl, Lecithin, Auszüge aus Hagebutte und Olivenöl, Weizenkleie-Extrakt, Ätherische Öle, Xanthan, Rosenwachs.


Rosencreme INCIS 2010:
Wasser, Erdnussöl, Auszug aus Eibischwurzel, Bienenwachs, Auszug aus Avocadoöl und Johanniskraut, Sheabutter, Lecithin, Ätherische Öle, Rosenwachs, Auszüge aus Rosenblüten und Hagebutte.

Rosencreme INCIS von meinem Blog vom 13.05.2011:
Wasser, Erdnussöl, Auszug aus Eibischwurzel, Bienenwachs, Auszug aus Johanniskraut, Sheabutter, Auszug aus Olivenöl, Avocadoöl, Zucker-Fettsäureester, Ätherische Öle, Auszüge aus Rosenblüten und Hagebutte, Rosenwachs, Lecithin.

Rosencreme INCIS Hauschka Homepage vom 28.05.2012:
Wasser, Erdnussöl, Auszug aus Eibischwurzel, Bienenwachs, Auszug aus Johanniskraut, Sheabutter, Avocadoöl, Zucker-Fettsäureester, Auszug aus Olivenöl, Ätherische Öle, Auszüge aus Rosenblüten und Hagebutte, Rosenwachs, Wollwachs, Lecithin.

Rosencreme INCIS aus der Online-Broschüre von Hauschka (Stand: 29. Mai 2012):
Wasser, Erdnussöl, Bienenwachs, Auszug aus Eibischwurzel, Rosenwasser, Auszug aus Johanniskraut, Sorbitant Olivate, Sheabutter, Avocadoöl, Polyglycerin-Fettsäureester, Zinksulfat, Caranubawachs, Ätherische Öle, Auszüge aus Rosenblüten und Hagebutte, Rosenwachs.


Tönungs Pflegecreme INCIS aus den Produktübersichten 2010 und 2011:
Wasser, Erdnussöl, Mandelöl, Auszüge aus Wundklee und Quittensamen, Aprikosenkernöl, Bienenwachs, Bentonit, Wizenkeimöl, Auszug aus Johanniskraut, Lecithin, Rosenwachs, Eisenoxide, Titandioxid.

Tönungs Pflegecreme INCIS Hauschka Homepage vom 03. Juni 2012:
Wasser, Mandelöl, Erdnussöl, Avocadoöl, Auszug aus Quittensamen, Rosenwasser, Glycerin, Auszug aus Wundklee, Aprikosenkernöl, Sorbit, Bienenwachs, Polyglycerin-Fettsäureester, Auszug aus Johanniskraut, Pflanzliche Triglyceride, Rosenwachs, Candelillawachs, Weizenkleie-Extrakt, Ätherische Öle, Kochsalz, Zinkstearat, Wollwachs, Zucker-Fettsäureester, Glycerin-Fettsäureester, Kieselsäure, Eisenoxide, Titandioxid.

Ich finde das ziemlich fies - ich dachte, bei Hauschka bleibt man von sowas (größtenteils) verschont. Ich weiß auch gar nicht, welche Versionen ich habe. Meine aktuelle Rosencreme leicht Tube ist aus dem Dezember 2011. Ich hebe den Umkarton nicht auf und auf der Tube stehen die Inhaltstoffe nicht. Ich glaube, ich habe die Version mit den "neuen" Inhaltsstoffen vom 28.05.2012 - falls diese "neue" Version auch noch die aktuelle Version ist ... denn in der neuesten Gesichtspflegebroschüre sind die Inhaltsstoffe der Rosencreme leicht nicht aufgeführt. Es kann also sein, dass die Rosencreme leicht genau wie die normale Rosencreme mittlerweile nochmal andere Inhaltsstoffe hat ... wobei eine Veränderung ja auch nicht immer eine Verschlechterung bedeutet! Hoffen wir das Beste!

Die Regenerationscreme hat seit ihrer Einführung übrigens mittlerweile auch schon die zweite Rezeptur - auch wenn sich hier größtenteils "nur" die Zusammensetzung verändert hat und die Inhaltsstoffe dafür größtenteils gleich geblieben sind. Und als ich eben mein Tönungs Pflegecreme Pröbchen angesehen habe, fiel mir auf, dass diese Rezeptur analog zur Rosencreme auch verändert wurde. Die Tönungs Pflegecreme enthält jetzt auch "Polyglycerin-Fettsäureester" als Emulgator ... und generell scheint aus der alten Tönungs Pflegecreme eine komplett neue Creme gemacht worden zu sein! Sie enthält jetzt fast doppelt so viele Inhaltsstoffe wie zuvor.

Hat irgendwer Veränderungen festgestellt?


P. S. jetzt herrscht aber wirklich SENDEPAUSE bis zum 06. Juni 2012!!

EDIT 03. Juni 2012: Hauschka hat die Inhaltsstoffe der normalen Rosencreme in der aktuellen Online-Broschüre angepasst - sie sind jetzt wieder identisch mit denen auf der Homepage und denen, die ich hier mit dem Stand vom 28. Mai 2012 von der Homepage zitiert habe.

Etwas merkwürdig kommt mir das schon vor. Denn sie ändern doch nicht einfach so die Rezeptur, nur um sie dann wieder zurück zu ändern. Eine Rezepturänderung findet ja nicht nur auf dem Papier statt, sondern zieht auch Umstellungen in der Beschaffung, Produktion, etc. nach sich ...

Vielleicht wurden sie einfach nur von Kunden darauf aufmerksam gemacht, dass in der Online-Broschüre und auf der Homepage unterschiedliche Sachen stehen und sie haben das angepasst? Bevor man Stellung beziehen muss, ändert man einfach heimlich still und leise die Angaben in der Online-Broschüre? Die Rezepturänderung kommt dann vielleicht erst später? Ich weiß es nicht. Ich habe mir gestern die Produktübersicht 2012 aus dem Bioladen mitgenommen und da stehen für die Rosencreme auch noch die Inhaltsstoffe vom 28. Mai drin, für die Tönungspflegecreme sind aber schon die Inhaltsstoffe mit dem Polyglycerin-Fettsäureester enthalten. Nichtsdestotrotz wurde die Rezeptur der Rosencreme definitiv 2x mal seit 2010 verändert ... eine dritte Änderung würde mich also nicht wundern.

Ich trau dem ganzen auch
(noch) nicht ... ;)

Sonntag, 27. Mai 2012

I like Sundaes ... KW 21 ~ 2012 - *Pentecôte*

Mir fehlen die Wochenrückblicke bei denen meine Montage bei Mr. F anfingen. So einen gab es schon lange nicht mehr.

1. Master Thesis Countdown.
2. Bib, Bib, Bib. SPSS, SPSS, SPSS.
3. Arbeiten gewesen. Vertrag verlängert, wegen Überstunden und weil unsere Sekretärin (krankheitsbedingt?) längerfristig ausfällt.
4. Bewerbungs-Telefo
n-Interview geführt.
5. Meine visualisierten SPSS-Outputs wurden als "professionell aussehend" betitelt :)
6. Bib, Bib, Bib.
7. Einsames Pfingsten.


SENDEPAUSE: Bis zur Abgabe meiner Master Thesis wird es hier ruhig bleiben. Eventuell gibt es nächsten Sonntag wieder einen Wochenrückblick (der bestimmt nur aus Bib, Bib, Bib und SPSS, SPSS, SPSS bestehen wird :D), aber sonst geht es hier erst ab dem 06. Juni 2012 weiter :) hab auch schon ein paar Sachen in petto und weitere, gute Ideen!

Ich bin immer wieder froh, dass dies hier kein Fashion-Blog ist ...
Das mit dem Posen kann ich nämlich immer noch nicht :D


P. S. Happy Birthday, Mama :'(

Donnerstag, 24. Mai 2012

Herzige Schoko-Marzipan-Muffins ♥

Saftige, schokoladige und ganz herzige Muffins - in der kuhmilchfreien Version.

Nachdem Mr. F im letzten Jahr Cake Balls aus einer Backmischung und Frischkäse bekommen hat - die "billige" Backvariante - sollte er in diesem Jahr etwas komplett selbstgebackenes zum Geburtstag bekommen. Ich schwankte ein wenig zwischen einem Brownie-Käsekuchen-Rezept und einem Schoko-Mandel-Cupcake-Rezept. Da ich den Brownie-Käsenkuchen auch in Muffinförmchen gebacken hätte, habe ich mich dann doch gleich für das Cupcake-Rezept entschieden. Und ich wäre nicht ich, wenn ich das Rezept nicht ein wenig abgewandelt hätte - daher kommt hier mein eigenes, herziges Schoko-Marzipan-Muffin-Rezept ♥


Man nehme für ~16 Muffins ...

  • 50 g Zartbitter Schokolade
  • 100 g Marzipanrohmasse
  • 75 g Zartbitter Schokotropfen
  • 280 g Dinkelmehl Typ 630 (Alternativ: Weizenmehl Typ 405)
  • 2 EL (Back-)Kakaopulver (vorzugsweise: schwach entölt)
  • 3 TL Backpulver
  • 2 Eier (Größe M)
  • 120 g Zucker (ich nehme: Roh-Rohrzucker)
  • 125 g Alsan Bio Margarine (Alternativ: Butter)
  • 200 ml Sojamilch (Alternativ: Mandelmilch oder normale Milch)
  • 150 g dunkle Schokoglasur
  • Puderzucker
  • Papier-Muffinförmchen

Man zaubert ...

Zu Beginn 50 g Marzipan feinhacken. Im Anschluss das Mehl mit dem Kakaopulver, dem Backpulver und dem kleingehackten Marzipan vermischen.

Danach die Schokolade im Wasserbad schmelzen und die Alsan Bio Margarine auf einem Tellerchen über dem Wasserbad anschmelzen lassen, damit sie weich und gut verarbeitbar wird. Nebenbei die 2 Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Die angeschmolzene Alsan Bio Margarine, die flüssige Schokolade und die Sojamilch zur Ei-Zucker-Mischung geben und unterrühren. (Tipp: mit Mandelmilch anstelle von Sojamilch wird es wahrscheinlich noch "marzipaniger"!)

Im Anschluss die Mehlmischung zügig unter die flüssige Mischung heben. Die Schokotropfen unterrühren. Nun Die Papier-Muffinförmchen in die Mulden eines Muffinblechs geben*** und zur Hälfte mir Teig füllen. Die Muffins für 20-25 Minuten bei 180°C backen.


Währenddessen acht ca. 5 mm dicke Scheiben von dem übriggebliebenen Marzipanrohmassenblock abschneiden, mit einer breiten, flachen Messerklinge (oder den Fingern) etwas platt drücken und jeweils zwei kleine Herzen mit einem Plätzchen-Ausstecher ausstechen. Die Marzipanherzen beidseitig in Puderzucker wälzen und damit "panieren" - so sind sie nicht mehr so klebrig.

Nach dem Backen der Muffins, diese vollkommen auskühlen lassen. Wenn sie ausgekühlt sind, die Oberseite mit dunkler Schokoglasur überziehen und mit jeweils einem Marzipanherz garnieren. Die Schokoglasur erhärten lassen und dann schmecken lassen :)

Bon Appétit!


***falls ihr euch (genau wie ich) fragt, warum man die Papierförmchen noch zusätzlich in die Muffinform stellen soll (sofern man eine hat) - genau aus diesem Grund:

Für mehr Stabilität! Sonst: Überlaufgefahr!

Dienstag, 22. Mai 2012

Shiny Pink vs. Shiny Brown

Die gebackenen Rouges von alva faszinieren mich schon eine ganze Weile. Zu Weihnachten 2010 habe ich schonmal eins verschenkt, mir selbst eins kaufen wollte ich aber nicht. Zu teuer! Als es die Rouges im November 2011 bei limango um 50% reduziert gab, schlug ich zu. Zwei Rouges zum Preis von einem - wer kann da noch widerstehen?

Das Rouge in "Shiny Brown" entpuppte sich jedoch beinahe als Fehlkauf. Hier wo ich wohne, gibt es genau einen Laden, der die dekorative Kosmetik von alva führt. Ein super-süßer, kleiner, privater Naturkosmetikladen mit Charme <3 ich liebe es mir dort die Regale anzusehen und mit der Inhaberin ein Schwätzchen zu halten, die sehr freundlich ist. Um der Gemütlichkeit keinen Abbruch zu tun, gibt es dort aber kein "natürliches" Licht, sondern nur gemütliches Licht. Das Rouge in "Shiny Brown" wirkte dort immer eher bordeaux-farben und nicht braun. Genau in dieses bordeaux habe ich mich verliebt, weil ich es im NK-Bereich einmalig fand. Nunja, bei normalem Licht ist "Shiny Brown" ziemlich braun und nicht bordeaux. Sehr schade!

Als das Rouge hier ankam, war ich erstmal ein wenig enttäuscht. Mittlerweile habe ich mich aber auch mit dem ganz leicht orange-rötlichen, aber sehr intensiven braun angefreundet. Es ist für mich aber definitiv ein Sommer-Rouge, da ich es für den Winter als zu intensiv empfinde.


alva Coleur Baked Rouge_

Die gebackenen Rouges von alva gibt es in 3 Farben: "1 Shiny Rose", "2 Shiny Pink" und "3 Shiny Brown". Das Rouge ist in einer schwarzen, hochglänzenden, viereckigen Verpackung zusammen mit einem kleinen Pinsel verpackt. Enthalten sind 4 Gramm. Ein Rouge kostet ~14,90 €uro. Käuflich ist alva online und in ausgewählten Geschäften. Die Rouges sind mit dem ECOCERT-Naturkosmetiksiegel als Natur- & Bio-Kosmetik zertifiziert und nach Anbruch 12 Monate haltbar.

Durch das Backen ist die obere Schicht des Rouges wie versiegelt. Zu Beginn kann es dadurch sein, dass die Farbabgabe eher mäßig ist. Ist dieses feste Schicht aber erstmal durchbrochen, ist die Farbabgabe hervorragend. Riechen tun die Rouges ganz dezent, leicht pudrig-parfümig.


"Shiny Pink" würde ich als ein dunkles Rosenholz beschreiben, "Shiny Brown" ist ein kräftiges, leicht orange-rötliches braun. Die Farbe von "Shiny Brown" erinnert mich an einen dunklen, kräftigen Bronzer. Beide Farben sind eher warm. Die Rouges sind super pigmentiert und man benötigt nur sehr wenig Produkt, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Vor allem bei "Shiny Brown" sollte man aufpassen um nicht "overblushed" auszusehen.

Die Konsistenz der Rouges ist leicht staubig/bröselig, dennoch lassen sie sich gut auftragen. Aufgetragen verbindet sich die Farbe auch gut mit der Haut. Die Haltbarkeit ist sehr gut - am Morgen aufgetragen, ist es auch abends noch sichtbar. Beide Farben sind fast matt und enthalten nur einen ganz leichten "Satin"-Schimmer, aber kein Glitzer.


Inhaltsstoffe: Mica, Maiskeimöl, Squalan, Farbstoff, Sonnenblumenöl, Lipide, Viskositätsregler, Kamillenextrakt, Roter Weinrebenextrakt, Yeast Polysaccharide, Rote Beete, Parfüm, Benzyl Alkohol, Dehydracetsäure, Linalool.

Fazit

Ich finde beide Rouges wirklich gut, mein Favorit ist jedoch "Shiny Pink". Hätte ich die vollen 14,90 €uro bezahlen müssen, hätte ich mir wahrscheinlich nur eines der beiden zugelegt. Ich benutze beide Rouges wirklich gerne - so ist das nicht, aber ich empfinde das Preis-Leistungs-Verhältnis als zu teuer. Die Konsistenz finde ich für ein Produkt dieser Preisklasse nicht optimal - alverde hat es mit ihren gebackenen Rouges (R. I. P.) meiner Meinung nach (bei einem viel geringeren Preis!) besser gemacht. Dennoch muss ich sagen, dass mir persönlich das "Finish" der alva Rouges deutlich besser gefällt als bei alverde - die alva Rouges sind alltagstauglicher und subtiler.